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PROJEKTE

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Kulturelle Rekonstruktion in Accumoli 
Start des Projekts „Accumoli e le sue radici”

Am 7. Dezember 2023 wurde feierlich in der vor sieben Jahren vom Erdbeben vollkommen zerstörten Stadt Accumoli (Zentralitalien) in Anwesenheit der Bürgermeisterin Franca D’Angeli wie auch Vertretungen aller Partnerinstitutionen, darunter das Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe der Universität für Weiterbildung Krems, die Startsitzung des Projekts „Accumoli e le sue radici” – auf Deutsch Accumoli und seine Wurzeln – abgehalten. 

 

Dieses Projekt dient der Aufwertung und dem Schutz des Kulturerbes und des immateriellen Erbes von Accumoli, welches die inhaltlichen Zielsetzungen der strategischen „Mapa di Comunitá“ von Accumoli verfolgt. Dabei sollen neue Technologien als innovative Werkzeuge für den Schutz und die Aufwertung der geretteten Kulturgüter und des dazugehörigen "kollektiven Gedächtnisses" des vom Erdbeben zerstörten Gebiets entwickelt und eingesetzt werden.

 

Mittels des Einsatzes interaktiver Augmented-Reality-Rekonstruktionen soll die Möglichkeit geschaffen werden, gewisse Funktionen der zerstörten physischen Räume wieder aufzunehmen und andererseits die Öffentlichkeit und deren Kollektivwissen und -erinnerungen in den Wiederaufbauprozess zu integrieren. Mit der am virtuellen Stadtplatz teilhabende Gemeinschaft sollen die Geschichte, Erinnerungen, Traditionen und das baukulturelle Erbe rekonstruiert, dokumentiert und revitalisiert werden. Diese Gemeinschaft ist auf diese Weise als Träger dieses Erbes zu etablieren. Im Rahmen des Projekt finden ferner öffentliche Veranstaltungen, Ausflüge und Seminare statt.

 

Das Projekt wird aus EU-Mitteln der Region Latium (Programm comunità solidali 2022) finanziert und von der Associazione Radici Accumolesi und der APS L'Aquilone aus Frosinone koordiniert. Zu den Projektpartnern zählen nebst der Universität für Weiterbildung Krems die University of Essex, die Gemeinde Accumoli, die Cooperativa Sociale Altri Colori, die Laga Insieme ONLUS, Pro Loco Accumoli, die Odissea coop, die Associazione Amici di Grisciano und die Comunità Montana del Velino.

Im Rahmen des einjährigen Projekts finden Treffen, Ausflüge und Workshops statt, bei denen die Gemeinde Accumuli, die österreichische Universität Krems - Schule für Wiederaufbau, die Cooperativa Sociale Altri Colori, die Universität Essex, Laga Insieme ONLUS, Pro loco von Accumoli, Odissea coop, Associazione Amici di Grisciano, Velino Mountain Community zusammenarbeiten, um eine reale und virtuelle Gemeinschaft zu stärken.

Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dipl. Arch. ETH Dr. Christian Hanus, FEng.

Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe

Universität für Weiterbildung Krems

Tel.: +43 2732 893-2654

E-Mail: christian.hanus@donau-uni.ac.at 

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Ein ganzheitlicher Ansatz zum Wiederaufbau zerstörter urbaner Strukturen
Complex Participatory Reconstruction of
Urban Structures (ComPaRe)

Das Projekt Complex Participatory Reconstruction of Urban Structures (Komplexer partizipativer Wiederaufbau städtischer Strukturen) wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Programms „Erasmus+ Kooperationspartnerschaften“ gefördert und vom Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe der Universität für Weiterbildung Krems (Donau-Universität Krems) geleitet. Das über drei Jahre laufende Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung von Lehrmethoden und didaktischen Instrumenten zur Bewältigung der komplexen Aufgabe des Wiederaufbaus zerstörter historischer Zentren.

 

Ziel des Projekts ist es, der Region und der Stadt Accumoli (als Modellfall) Instrumente und Methoden zur Verfügung zu stellen, um ihre Resilienz zu verbessern und die zerstörten sichtbaren und unsichtbaren Strukturen unter Einbeziehung lokaler und regionaler Akteure und vor allem bürgerschaftlichem Engagement wieder aufzubauen. Den Bürgerinnen und Bürgern dieser Kleinstädte sowie den kommunalen Mitarbeitern fehlen derzeit die notwendigen soziokulturellen Kompetenzen und ein breiteres Bewusstsein. Darüber hinaus zielt das Projekt auf Aktivitäten des lebenslangen Lernens ab, die die aktive Bürgerschaft und die Beteiligung der Bürger an Prozessen des ganzheitlichen Wiederaufbaus komplexer städtischer und regionaler Strukturen im Falle von Natur- und vom Menschen verursachten Katastrophen fördern.

 

Im Rahmen des Projekts werden Methoden und Instrumente zur Verbesserung des bürgerschaftlichen Engagements im Bildungsprozess durch das Partnerkonsortium unter Beteiligung lokaler und regionaler Akteure entwickelt und erprobt. Projektpartner erarbeiten unter enger Einbindung der assoziierten Partner eine Wissensbasis für die transdisziplinäre Ausbildung zum ganzheitlichen Wiederaufbau zerstörter urbaner Strukturen. Diese Wissensbasis wird im Bildungsprogramm zum komplexen partizipativen Wiederaufbau zerstörter Stadtstrukturen weiterentwickelt.

 

Das Programm wird einen ganzheitlichen Ansatz für den Wiederaufbau zerstörter städtischer Strukturen bieten und den Rahmen für das Engagement der lokalen Bevölkerung und Gemeinschaften in Bildungsaktivitäten definieren, um die Interaktion von Schülern und Lehrern mit der Öffentlichkeit durch formale oder nicht formale Lernaktivitäten zu verbessern Dialog, interaktive Präsentationen etc. Das Endergebnis des Projekts wird ein Umsetzungshandbuch für Studienprogramme sein, das sich auf Elemente der öffentlichen Beteiligung an Bildungsprozessen zum Wiederaufbau zerstörter städtischer Strukturen konzentriert.

 

Zum internationalen Partnerkonsortium für dieses Projekt zählen die Universität La Sapienza Rom, die Universität Camerino, die Tschechische technische Universität Prag, die Masaryk-Universität in Brünn, die Slowakische Technische Universität Bratislava, Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest wie die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Als assoziierte Partner beteiligen sich die Gemeinde Accumoli, das Päpstliche Athenaeum Sant’Anselmo in Rom und der Verein „Venti di Cultura“.

Weiterführende Informationen:
Projekt ComPaRe: www.compare-erasmus.eu

 

Ansprechpartner:
Univ.-Prof. Dipl. Arch. ETH Dr. Christian Hanus, FEng.
Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe
Universität für Weiterbildung Krems
Tel.: +43 2732 893-2654
E-Mail: christian.hanus@donau-uni.ac.at 

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Symbol für die Notwendigkeit der Erneuerung der Gesellschaft
Accademia Vicino

Dem ganzheitlichen Ansatz der interdisziplinären und transnationalen Zusammenarbeit der „School of Reconstruction“ folgend, entstand als eine der Revitalisierungsinitiativen die „Accademia Vicino“. Eine internationale Orchesterakademie für talentierte junge Musiker aus ganz Europa, die jährlich in den Sommermonaten in Accumoli stattfindet.


Die Accademia Vicino kann als Symbol für die Notwendigkeit einer Erneuerung der Gesellschaft durch aktive Kulturarbeit und die Bedeutung des gegenseitigen Zuhörens gesehen werden. In diesem innovativen Projekt bilden Dozenten aus fünf Nationen und junge Musiker aus verschiedenen europäischen Herkunftsländern eine beispielhafte Mischung europäischer Zusammenarbeit, setzen ein Zeichen internationaler Solidarität und verdeutlichen die Bedeutung aktiver Kulturarbeit für die Wiederbelebung einer ganzen Region.


Den Teilnehmern der Akademie wird ein multimodales Programm geboten, das sich auf vier Schwerpunkte konzentriert. Intensives Orchesterspiel und kammermusikalische Ausbildung sind die beiden zentralen Elemente. Darüber hinaus ergänzen Einzelunterricht mit Probespielcoaching sowie Seminare zum praktischen Musizieren das Lehrprogramm.


Neben den Orchesterkonzerten wird der Kontakt zum Publikum auch bei kleineren Kammermusikveranstaltungen gesucht, etwa bei spontanen Musikaufführungen im öffentlichen Raum.

Die Orchesterakademie findet vom 16.-25. August 2024 in der „Scuola di Ricostruzione“ (Schule für Wiederaufbau) statt. Die Bürger von Accumoli und musikinteressierte Gäste aus nah und fern sind herzlich eingeladen, an der Akademie teilzunehmen und die Arbeit der Künstler hautnah zu erleben.

Weitere Informationen: 

Accademia Vicino www.accademiavicino.eu

Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dipl. Arch. ETH Dr. Christian Hanus, FEng.

Leiter des Forschungslabors Nachhaltiges Kulturerbe

Universität für Weiterbildung Krems

Telefon: +43 2732 893-2654

Email:christian.hanus@donau-uni.ac.at

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Mobile, ins Umfeld eingebettete Datenvisualisierungsmethoden
Dataskop

Mit Sensoren steigt die Menge und Komplexität der uns zur Verfügung stehenden Daten konstant.  Diese Datenfülle eröffnet neue technische und wirtschaftliche Möglichkeiten, Nachteilig ist, dass diese Informationen per se für Menschen nicht sichtbar sind und daher in der realen Umwelt meist nur schwer integriert und zur Problemlösung verwendet werden können.


„Dataskop“ entwickelt dazu mobile, ins Umfeld eingebettete Datenvisualisierungsmethoden, um physische Umwelt und abstrakte Datendarstellung zu verbinden.  Vielversprechende Technologien zur Lösung dieses Problems sind Augmented Reality und sogenannte "Low-Power Wide Area Networks" (LPWAN), die Sensordaten über große Entfernungen bei gleichzeitig extrem niedrigem Energiebedarf erfassen und übermitteln können. Daneben werden aber auch Datensicherheit und wirtschaftliche Modelle erforscht, um einer ökonomischen Nutzung den Weg zu ebenen. Durch diese gesamtheitliche und interdisziplinäre Herangehensweise trägt das Projekt zur Vision einer Sensor-Based Data Economy in Niederösterreich bei, die im ländlichen Raum Smart Rural Areas schafft. Die Projektpartner decken dabei alle notwendigen Bereiche entlang der Wertschöpfungskette ab.


Das Department für Integrierte Sensorsysteme forscht in Dataskop in den Bereichen Sensorik und Dateninfrastruktur. Es werden Konzepte erarbeitet wie Sensoren an ein solches System angebunden und standardisiert für die Visualisierung bereitgestellt werden können. Insbesondere wird die Rolle von digitalen Zwillingen untersucht, die die Anforderungen von LPWANs und Visualisierung bzw. Datenverarbeitung in der Cloud aufeinander abstimmen. Skalierbarkeit der Netzwerke und automatisierte Konfiguration von Sensoren sind weitere Forschungsthemen der Donau-Universität.


Die wissenschaftlich-technischen Resultate des Projekts werden anwendungsunabhängig konzipiert. Das bedeutet, dass die zu entwickelnden Methoden und Konzepte in einer großen Anzahl von verschiedenen Anwendungsbereichen einsetzbar sein werden. Die Donau-Universität legt ihren Fokus dabei in Richtung Kulturgüterschutz und Katastrophenmanagement.


** Das Dataskop wird vom Land Niederösterreich (www.noe.gv.at)  und der Europäischen Kommission durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (www.efre.gv.at) gemäß Artikel 4 EFRE kofinanziert.

Weiterführende Links zu Dataskop: 

Sensor-Based Data Economy - Universität für Weiterbildung Krems (donau-uni.ac.at)

 

Ansprechpartner: 

Dipl.-Ing. Albert Treytl

Zentrumsleiter - Zentrum für Verteilte Systeme und Sensornetzwerke - Stv. Departmentleiter - Department für Integrierte Sensorsysteme

albert.treytl@donau-uni.ac.at

+43 2622 23420-43

Landscape of Accumoli

Die Wiederentdeckung der Berglandwirtschaft
Accumoli 2030 für nachhaltige Landwirtschaft

Das von der Region Latium geförderte Projekt „Accumoli 2030 für nachhaltige Landwirtschaft“ wurde vom Verein „Radici accumolesi“ konzipiert und wird in aktiver Zusammenarbeit mit der Gemeinde Accumoli, der Donauuniversität Krems und anderen Vereinen umgesetzt die Wiederentdeckung der Berglandwirtschaft.

 

Die Probleme der strukturschwachen Provinz Rieti, die sich in Accumoli verschärfen, haben sich durch die Erdbebenserie 2016 und 2017 deutlich verschärft. So hat sich beispielsweise der Auswanderungsprozess massiv beschleunigt. Das sich verändernde Gebiet verfügt jedoch auch über eigene Charakteristika, Widerstandsfähigkeit und Potenziale, wie zum Beispiel die ursprüngliche natürliche Umwelt, die Agrarlandschaft sowie das Fachwissen und die Kreativität der örtlichen Bauern und Viehzüchter, die auch nach den Erdbeben aus Solidarität und Verantwortung geblieben sind für die Region und ihre Menschen. Sie trugen maßgeblich zum Wiederaufbau, zur Revitalisierung und Entwicklung sozialer, wirtschaftlicher und produktiver Strukturen bei.

 

Dieses Projekt dient der Erfassung und Auswertung der Aktivitäten und Initiativen, dem Wissenstransfer durch Tagungen, Schulungen und Sommeruniversitäten sowie der Entwicklung spezifischer Modelle der Revitalisierung im Siedlungsgebiet und der agronomischen Infrastruktur. (Foto: Peter Lamatsch)

Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dipl. Arch. ETH Dr. Christian Hanus, FEng.

Leiter des Forschungslabors Nachhaltiges Kulturerbe

Universität für Weiterbildung Krems

Telefon: +43 2732 893-2654

Email:christian.hanus@donau-uni.ac.at

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